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Razer Naga Epic Chroma Test - Outdoor

Razer Naga Epic Chroma Test

Über die Form der kabellosen Gaming-Maus wird es wie immer unterschiedliche Meinungen geben. Die Einen lieben die Naga-Form und die anderen, dazu zähle ich mich leider auch, finden kaum Gefallen daran. Trotzdem verstehe ich den Sinn dahinter.

Vorteile Gute kabellose Gaming-Maus12 zusätzliche Tasten für MMO-GamesLange Batterielaufzeit
Nachteile Ergonomie ist gewöhnungsbedürftigMouseTester-Test weißt kleine Probleme beim Sensor auf
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Testbewertung für Razer Naga Epic Chroma (Stand 05.06.2018)

Präzision:
Haptik und Ergonomie:
Gaming-Tauglichkeit:
Gesamtwertung:

Beim Preis der Razer Naga Epic Chroma muss man tatsächlich tief in die Tasche greifen, denn sie kostet ca. 155 €. Verbaut wurde dafür ein ordentlicher Laser-Sensor, aber vor allem die Wireless-Technologie wird das Ganze so teuer machen.

Bei der Batterie-Laufzeit gibt Razer 20 Stunden unter intensivem Gaming an. Ich habe die Maus in diesem Fall leider nicht so lange testen können, aber nach 8 Stunden spielen hatte ich immer noch 50% Akku und sie dürfte nicht voll aufgeladen gewesen sein. Ich habe die selbe Ladung wie für die Bilder und das Unboxing genutzt.

Auf mindestens 16 Stunden würde ich mich festlegen, aber die 20 Stunden können definitiv machbar sein, vor allem mit der guten Ruhezustand-Funktion. Bei dieser kannst Du in der Software festlegen, nach wie vielen Sekunden die Maus in den Ruhezustand gehen soll. So kann man einiges an Akkuzeit sparen.

Die Epic Chroma wiegt geschmeidige 131 Gramm und gehört damit zu den Schwergewichten der Gaming-Mäuse. Sie lässt sich aber nicht um zusätzliche Gewichte erweitern. Die mitgelieferte Ladestation wiegt 180 Gramm.

Präzision

Razer Naga Epic Chroma - MouseTester

Das MouseTester-Ergebnis der Razer Naga Epic Chroma.

Die eingestellten DPI liegen bei 800 und die realen DPI landen fast immer eine Punktlandung bei 800 DPI. Mein Testsetup hier bietet leider keine absolute Perfektion, aber das zeigt schon mal, dass die erwarteten Pixel pro Inch auch erreicht werden.

Kleiner Einschub: Die gezeigten MouseTester-Tests sind bei der Schnelligkeit so schlecht, dass ich den Graphen nicht mal in die Nähe eines vergleichbaren Screenshots bekommen. Das liegt an den starken Aussetzern, denn ohne die wäre die Linie ziemlich clean und mit eine der Besten. Im Gaming-Tauglichkeitstest wirst Du allerdings feststellen, dass der Sensor nicht so schlecht ist wie es die Graphen zeigen.

Im Schnelligkeits-Test (zum Bild) verliert die Maus im Durchschnitt jede 7te Millisekunde das Tracking. Bei einer Übertragung pro Millisekunde sieht das zwar nach wenig aus, aber für professionelle Spieler ist das definitiv ein No-Go. Hobby-Gamern fällt es wahrscheinlich in 9 von 10 Fällen nicht auf.

Beim Intervall-Test (zum Bild) sieht es tatsächlich noch schlimmer aus. Die Werte werden nur zur Hälfte jede Millisekunde übertragen, der Rest unterscheidet sich um bis zu 0,4 ms. Natürlich reden wir hier immer noch „nur“ von fast 0,5 ms, aber es kann trotzdem fast eine halbe Millisekunde an Abweichung geben. Erwischt man mal zwei größere Aussetzer, dann wurde vielleicht 1 ms lang nichts übertragen. Für FPS-Games kann das zwischen Sieg und Niederlage entscheiden.

Spezielle Bewegungsfilter, Maus-Beschleunigung oder Kantenglättung konnte ich beim Spielen nicht feststellen. Ganz im Gegenteil! Ich finde den Sensor für eine kabellose Gaming-Maus wirklich gut und konnte von den Ergebnissen des MouseTester-Tests wenig feststellen.

Für die beste Leistung des Sensors kannst Du natürlich die Pollingrate zwischen 125, 500 und 1000 Hz einstellen. Die Lift-Off-Distance lässt sich leider nicht einstellen.

Haptik und Ergonomie

Razer Naga Epic Chroma - Top-Ansicht

Die Razer Naga Epic Chroma von oben.

Auch bei der Razer Naga Epic Chroma hat sich am Gehäuse von 2014 nichts geändert. Bei den Maustasten erkenne ich vielleicht einen kleinen Unterschied bei den seitlichen Spalten, aber das könnte auch einfach Abnutzung und „Verfall“ bei der alten Maus sein.

Ich habe die Maus-Form jetzt schon mehrere Male getestet und kann mich leider nicht daran gewöhnen. Trotzdem verstehe ich die Idee dahinter und möchte Dir diese kurz erklären:

Nehmen wir eine normale Gaming-Maus, dann quetscht man in der Regel den Ringfinger und den kleinen Finger an der rechten Seite zusammen oder legt sie leicht übereinander. Das ist natürlich keine gute ergonomische Haltung, aber über die Jahre haben sich viele von uns daran gewöhnt.

Wenn man jetzt aber eine Naga-Maus nimmt, dann ist es als würdest Du einen Ball umfassen. In einer für Deine Hand und Gelenke angenehmen Rundung umfasst Du die Maus und legst den Ringfinger auf einem bauchigen Teil der Maus ab. Das ist rein ergonomisch nahezu perfekt, aber leider haben sich viele – wie ich – an die anderen Formen gewöhnt.

Man findet auch trotz der gummierten rechten Seite leider keinen guten Grip. Der Hintern der Maus fällt zu schnell ab, wodurch man sich immer reinkrallen muss und niemals entspannen kann. Auf Dauer ist das nicht nur nervig, sondern auch anstrengend.

Weil ich mich über die Jahre so sehr an die normale Form von Gaming-Mäusen gewöhnt habe, stört mich die Naga-Form extrem beim Spielen. Trotzdem hat die Nage Epic Chroma natürlich auch die klassischen 12 Tasten an der linken Seite, die einen bei MMO-Games unterstützen werden.

Razer Naga Epic Chroma - seitliche Ansicht

Die seitliche Ansicht der Razer Naga Epic Chroma.

An die Tasten 1-3 komme ich relativ schlecht ran, aber alle anderen Tasten sind gut zu erreichen. Auch der Druckpunkt reicht, dass ich meinen Daumen ablegen kann ohne Tasten zu drücken. Trotzdem ist er nicht zu hart, sondern die Buttons lassen sich ganz geschmeidig drücken.

Die Druckpunkte der linken und rechten Maustaste sind dieses Mal ziemlich identisch, gut und nicht wie bei der Razer Naga Hex V2 unterschiedlich. Sie besitzen einen Widerstand, aber nicht zu fest oder störend, sondern genau richtig dosiert.

Das 4-Wege-Mausrad ist sehr leichtgängig und verleitet ein wenig zum zuweiten Scrollen. Persönlich finde ich das nicht schlimm, aber es sollte erwähnt werden. Der Druckpunkt nach unten ist genau richtig und auch zu den Seiten lässt es sich leicht, aber nicht zu leicht drücken.

Die Ladestation hat mit 180 Gramm schon ein stolzes Gewicht, aber zusätzlich hat Razer noch eine Klebefläche angebracht. Dadurch lässt sich die Ladestation auf dem Schreibtisch fixieren, wovon ich schon beim Gaming-Mouse-Bungee von Razer kein Fan war. Auf Dauer ist es ein Staubfänger und spätestens beim zweiten Mal abziehen unbrauchbar.

Gaming-Tauglichkeit

Razer Naga Epic Chroma - Software

Die Razer Synapse-Software für die Razer Naga Epic Chroma.

Für die Razer Naga Epic Chroma brauchst Du noch die alte Razer Synapse-Software. Diese sieht schon sehr in die Jahre gekommen aus, aber funktioniert trotzdem einwandfrei.

Wie der Name schon verrät, kannst Du auf die komplette Chroma-Beleuchtung von Razer zurückgreifen. Dabei stehen Dir alle RGB-Möglichkeiten zur Verfügung und eine Menge an unterschiedlichen Effekten.

Natürlich lässt sich die X- und Y-Achsen-DPI einstellen und eine Maus-Beschleunigung aktivieren. Beim Sensor lässt sich außerdem die Pollingrate zwischen 125, 500 und 1000 Hz auswählen. Ich würde Dir immer 1000 Hz empfehlen.

Das Spezielle an der Maus ist natürlich das fehlende Kabel. Daher gibt es auch eine Ladestation und zwei zusätzliche Einstellungsmöglichkeiten. Du kannst einstellen ab welcher Sekunde die Maus in den Ruhezustand geht und ab wie viel Prozent das Mausrad blinkt, um einen geringen Ladezustand anzuzeigen.

Razer Naga Epic Chroma - Boden-Ansicht

Die Razer Naga Epic Chroma inklusive Ladestation von unten.

Wie immer habe ich die Naga Epic in Counter-Strike getestet und damit an ihre Grenzen gebracht. Die Form stört mich bei Flicks, präzisem Aiming und allgemein einem guten Spielgefühl, aber technisch gab es keine Probleme. Auch der Sensor hat sich besser angefühlt als der Präzisions-Test es versprechen würde.

Im Casual-Test mit Factorio, Astroneer und Raft fällt einem dann die fehlende Möglichkeit auf, die Hand auch mal entspannt ablegen zu können. Bei heißen Temperaturen im Sommer will ich ungerne ein leicht schwitzendes Handgelenk auf meinem Mauspad ablegen. Technisch gab es auch hier keine Probleme, sondern die 12 Tasten an der Seite haben gute Dienste bewiesen.

Fazit vom Razer Naga Epic Chroma Test

Razer Naga Epic Chroma - Testsiegel-UpdateDie Razer Naga Epic Chroma ist technisch wahrscheinlich trotzdem die beste Naga-Maus, weil sie keinen kompletten Aussetzer im Test hatte. Wenn Du Dich an die Ergonomie gewöhnen willst, dann empfehle ich Dir einige Hangelenks- und Fingerübungen für die Gelenke.

Auch wenn der MouseTester-Test einige Probleme aufgedeckt hat, finde ich den Sensor doch recht präzise und die Qualität der Maus ist ausgezeichnet. Die Software bietet genügend Einstellungsmöglichkeiten und für MMO-Spieler sind die 12 Tasten natürlich perfekt.

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